1935–1938
Tarnung & Bau
Unter dem Tarnnamen „Musterviehweide“ entstand auf der Hub ein verdeckter militärischer Feldflugplatz.
Flugplatz
Zwei Geschichten an einem Ort: vom getarnten Einsatzhafen zur zivilen Wiederaneignung auf der Hub.
Einleitung
Der Flugplatz Breitscheid erzählt zwei eng miteinander verbundene Geschichten. Die erste handelt von seiner Entstehung als getarnter militärischer Einsatzhafen, von Krieg, Zerstörung und den Folgen für die umliegenden Ortschaften. Die zweite beginnt nach 1945: Aus einem beschädigten und teilweise wieder landwirtschaftlich genutzten Gelände wurde durch Eigeninitiative, handwerkliches Können und ehrenamtliches Engagement ein ziviler Flugplatz.
Gerade dieser Neuanfang prägt den Charakter der Hub bis heute. Die militärische Vergangenheit bleibt sichtbar und wird bewusst aufgearbeitet – zugleich steht der Flugplatz heute vor allem für Ausbildung, Luftsport, Gemeinschaft und eine friedliche Nutzung der Fliegerei.
Die geografische Lage bot bereits während der Planungsphase in den 1930er Jahren entscheidende strategische Vorteile, während sie heute die Basis für einen modernen Verkehrslandeplatz bildet, der tief in der Infrastruktur des Westerwaldes verankert ist.
Ziviles Luftfahrtfest auf der Hub (2008)
Der einstige Einsatzhafen im bunten Festtrubel. Foto: Marco Dienst.
1935–1938
Unter dem Tarnnamen „Musterviehweide“ entstand auf der Hub ein verdeckter militärischer Feldflugplatz.
1939–1945
Strategischer Luftwaffenstützpunkt, Bombardierungen und die Tragödie von Gusternhain.
1945–1951
Trümmerbeseitigung, landwirtschaftliche Zwischennutzung und die Rückkehr des Geländes in den Alltag.
1951–1957
Eigenbau des Grunau Baby III und der zivile Neuanfang aus eigener Kraft.
ab 1957
Hallen, Ausbildung, Flotte und Flugtage: Der Verein wird zu einem festen Bestandteil der Region.
heute
Verkehrslandeplatz für Ausbildung, Luftsport, Gemeinschaft und friedliche Fliegerei.
Erste Geschichte
Planung, Tarnung und Einsatzhafen – die Entstehung des Platzes und seine Kriegsgeschichte.
Die Geschichte des Flugplatzes Breitscheid beginnt nicht als ziviles Luftsportprojekt, sondern als verdeckte militärische Anlage auf der exponierten Hochebene „Auf der Hub“ in 559 Metern Höhe. Um die völkerrechtswidrige Aufrüstung der Luftwaffe vor dem Ausland geheim zu halten, griffen die nationalsozialistischen Planer 1935 auf Methoden der strategischen Camouflage zurück: Für das Bauvorhaben wurde die Tarnbezeichnung „Musterviehweide“ gewählt, was eine rein landwirtschaftliche Bodenverbesserung (Melioration) suggerieren sollte.
Der geplante Eingriff stieß zunächst auf erhebliche Bedenken und Widerstand von Bürgermeister Robert Bechtum. Die Gemeinde hatte kurz zuvor erhebliche finanzielle Mittel in die Aufwertung und Melioration der Weide investiert. Da das Vorhaben jedoch übergeordnete militärische Priorität genoss und behördlich beschlossen war, konnte die Gemeinde lediglich die Beschäftigung örtlicher Arbeitsloser während der anhaltenden Wirtschaftskrise sowie die vertragliche Zusicherung der Gras- und Heunutzung durch örtliche Landwirte erreichen.
Der Flächenverbrauch für das Projekt war enorm: 60 Morgen (15 Hektar) privates Wiesengelände (finanziert durch ein Reichsdarlehen über 17.000,00 RM, was heute einer Kaufkraft von ca. 112.540,00 € entspricht*), 45 Morgen (11,25 Hektar) bester Ackerboden sowie dichte Waldflächen des Distrikts „Hickenhain“ wurden einbezogen. Unter der Leitung der HOCHTIEF AG wurde das Gelände im ununterbrochenen Tag- und Nachtbetrieb eingeebnet und nivelliert. Dabei musste sogar die bestehende Landstraße zwischen Breitscheid und Rabenscheid dauerhaft nach Norden verlegt werden.
Zur Wahrung des landwirtschaftlichen Scheins wurden die Bauten gezielt getarnt. Das „Kommandantenhaus“ (das heutige Wohnhaus Frank) und die Wirtschaftsgebäude der heutigen Firma Möller Baustoffe wurden im typischen Stil regionaler landwirtschaftlicher Gehöfte errichtet. Die Doppelnutzung wurde durch die Einsaat einer speziellen Grasmischung und den systematischen Verkauf des Heus an lokale Landwirte aufrechterhalten – ein entscheidendes Element zur Tarnung und Akzeptanz des geheimen Flugplatzes.
*Hinweis: Diese Umrechnung basiert auf der geschätzten Kaufkraft und dient nur zu Vergleichszwecken.
Nach einer anfangs ruhigen Phase im Zweiten Weltkrieg erlangte die Anlage ab September 1944 eine erhebliche operative Bedeutung. Am 15. September 1944 wurden 30 Jagdflugzeuge des Typs Messerschmitt Bf 109 G-14/AS nach Breitscheid verlegt. Die unbefestigte Grasbahn auf der Hub diente fortan als wichtiger, getarnter Einsatzhafen der Luftwaffe für die Reichsverteidigung gegen die vordringenden alliierten Bomberströme.
Der Platz fungierte als wichtiger operativer Stützpunkt während der heftigen Kämpfe um den Brückenkopf Remagen im März 1945. In diesem strategischen Kontext spielten die Funkanlagen auf der nahegelegenen Fuchskaute eine zentrale Rolle: Sie dienten vor allem in Warnsituationen als Kommunikationsknoten für den Boden-Bord-Funkverkehr der drei benachbarten Einsatzhäfen Breitscheid, Lippe (heute der zivile Siegerlandflughafen) und Ailertchen. Daneben verfügten die einzelnen Flugplätze – und damit auch Breitscheid – über eigenen Funk.
Infolge der totalen alliierten Luftüberlegenheit wurde der Flugplatz zum Ziel schwerer Luftangriffe durch US-Jagdbomber. Ein Einsatz am 11. März 1945 führte jedoch zu einer verheerenden regionalen Katastrophe: Aufgrund technischer Pannen und Navigationsfehler verfehlten die Bomben weitgehend den militärischen Platz auf der Hub und trafen stattdessen die benachbarten Ortschaften. Es gab 22 Tote in Gusternhain sowie 3 Tote in Breitscheid, dazu Schwerverletzte in beiden Orten; weite Teile Gusternhains wurden zerstört oder schwer beschädigt.
Die Einsatzfähigkeit des Platzes war in den letzten Kriegswochen nahezu vollständig lahmgelegt. In der Nacht vom 26. auf den 27. März 1945 wurde der Einsatzhafen schließlich überstürzt geräumt. Was nicht mitgenommen werden konnte – darunter Munitionsbestände, Treibstoffe und beschädigte Fluggeräte –, wurde von den abziehenden deutschen Truppen gesprengt oder zerstört zurückgelassen.
Die Rekonstruktion des dramatischen letzten Fluges der B-17G (Seriennummer 43-38068) mit dem Spitznamen „Magnificent Obsession“ dokumentiert eines der einschneidendsten Luftfahrtunglücke im Dillkreis. Die Maschine flog am 9. März 1945 mit einer reduzierten Besatzung aus neun statt der üblichen zehn Mann.
06:00 UHR
Die Besatzung der 8th Air Force startet bei eisigen Temperaturen. Ihre Mission führt sie im Verband tief über deutsches Territorium mit dem strategischen Einsatzziel Frankfurt am Main.
ÜBER DEM ZIEL
Dichte Detonationen umschließen die Formation. Ein direkter Flaktreffer beschädigt ein Triebwerk der B-17G schwer, reißt eine Sauerstoffleitung auf und entfacht ein bedrohliches Feuer unter dem Cockpitboden.
KRISENFLUG
Der Pilot, 2nd Lt. Carl J. Faust Jr., verlässt gezwungenermaßen die schützende Formation. Die schweren Schäden machen einen Flug zum nächsten regulären Notlandefeld (150 Meilen entfernt) unmöglich.
LANDUNG
Faust sichtet die offene Hub. Um eine verheerende Explosion zu verhindern, sichert die Crew im dichten Rauch die Zünder der 44 noch an Bord befindlichen Bomben. Bei der Bauchlandung auf einer Wiese bei Gusternhain bleibt die Maschine an einem Gebüsch hängen und wird auseinandergerissen.
Der Bomber schlug auf einer Wiese im Flurbereich „Bartenstein“ nahe Gusternhain auf. Die genaue Stelle konnte anhand historischer Luftaufnahmen der britischen Royal Air Force vom 19. März 1945 und heutiger Geodaten verortet werden.
Sohn deutscher Einwanderer. Erhielt für seine außergewöhnliche fliegerische Leistung das Distinguished Flying Cross (DFC). Nach seiner Gefangennahme in Wetzlar übersandte er die hohe militärische Auszeichnung als Zeichen des Respekts an die Witwe seines verunglückten Bordingenieurs.
Kämpfte im Cockpit ohne Sauerstoffmaske unter Lebensgefahr gegen das sich ausbreitende Feuer an. Wurde bei der Bruchlandung lebensgefährlich verletzt und verstarb im Herborner Lazarett. Primärdokumente belegen seinen Todestag am 19. März 1945, abweichend vom falschen Datum auf dem Grabkreuz in Margraten.
Erhielt nach dem Krieg das Purple Heart und die Air Medal; später wurde ihm rückwirkend auch die Prisoner of War Medal verliehen. Nach Rückkehr in die Heimat prägte er als geschätzter Musiker und Pädagoge die Veteranengemeinschaft bis zu seinem Tod im Jahr 2017.
Überstand die dramatische Bruchlandung sowie die anschließende Internierung ohne körperliche Verletzungen. Kehrte anschließend in die Vereinigten Staaten zurück, wo er als erfolgreicher Partner in der heimischen Holzindustrie tätig war.
report_problem Schicksale & Opfer:
Der Kugelturmschütze Staff Sergeant George K. Bryant wurde während des heftigen Aufpralls von einem losgerissenen, tonnenschweren Funkstörsender im Rumpf erschlagen. Bordingenieur Sergeant Roy E. Caver starb trotz aller Bemühungen der Ärzte im Lazarett Herborn.Zweite Geschichte
Vom Feldweg mit Seilwinde zum Luftfahrtzentrum – die bewusste Wiederaneignung der Hub.
Nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 stand zunächst die grundlegende Versorgung der notleidenden Bevölkerung im Vordergrund. Das zerstörte Gelände kehrte gezwungenermaßen zur rein landwirtschaftlichen Nutzung zurück. In mühsamer Handarbeit mit „Hacke und Schippe“ beseitigten die Bürgerinnen und Bürger von Breitscheid Hunderte Bombentrichter, um das Land wieder nutzbar zu machen.
Rund 15 Hektar des ehemaligen Flugplatzes wurden für den Kartoffel- und Getreideanbau parzelliert und an lokale Familien verteilt. Die ehemaligen Militärbaracken, die den Krieg überstanden hatten, erhielten völlig neue zivile Verwendungen: Eine der Baracken beherbergte eine provisorische Produktionsstätte für feine Nylonstrümpfe, während in einer anderen der Flaschenbierhandel von Paul Eichmann seinen Betrieb aufnahm.
Diese landwirtschaftliche Zwischenphase half nicht nur, die akute Hungersnot der Nachkriegsjahre abzumildern, sondern band das zerstörte Areal wieder in den Alltag der Gemeinde ein. Die in der Nachkriegszeit begonnene landwirtschaftliche Nutzung wurde 1973 durch die Verpachtung an einen Aussiedlerhof langfristig geordnet. Der Grünlandbetrieb pflegt und bewirtschaftet bis heute die weitläufigen Naturflächen rund um das Flugplatzgelände.
Mit der Wiederzulassung des Segelflugs im Jahr 1951 begann auf der Hub eine grundlegend neue Epoche. Die Fliegerei kehrte nicht unter militärischen Vorzeichen zurück, sondern als gemeinschaftlich organisierter Luftsport. In Haiger fand sich 1952 eine kleine Gruppe von Flugbegeisterten zusammen. Ihr größter Wunsch war ein eigenes Segelflugzeug. Da der Kauf eines fertigen „Grunau Baby III“ mit rund 2.000 DM für die junge Gruppe nicht finanzierbar war, entschieden sich die Mitglieder für den vollständigen Eigenbau.
Mit einem Startkapital von lediglich 120 DM (umgerechnet unter Berücksichtigung der heutigen Kaufkraft ca. 1.500 Euro) entstanden Rippen, Spanten, Holme, Rumpf und Leitwerk in örtlichen Werkstätten und Kellerräumen. Für die Endmontage wurde der große Speicher der Gerberei Sonntag vorübergehend zur Flugzeugwerkstatt umfunktioniert. Bereits nach neun Monaten war das aus Holz, Sperrholz und Leinwand gefertigte Segelflugzeug bespannt und lackiert.
Auch das ehemalige Flugplatzgelände musste für den zivilen Flugbetrieb erst wieder erschlossen werden. Der frühere Einsatzhafen war noch von Gräben, unterschiedlichen Nutzungsflächen und den Spuren der Kriegsjahre geprägt. Teile des Geländes wurden landwirtschaftlich genutzt, andere Flächen waren aufgeforstet worden. Nach Verhandlungen mit der Gemeinde erhielten die Luftsportler die Erlaubnis, zunächst einen diagonal zur heutigen Landebahn verlaufenden Feldweg für Segelflugstarts mit einer Seilwinde zu nutzen.
Da die Gruppe anfangs keine eigene Winde besaß, war sie auf die Zusammenarbeit mit benachbarten Vereinen angewiesen. Zeitweise verbrachten sogar Segelflieger aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und aus den Niederlanden ihre Flugferien in Breitscheid.
Ausgehend von einer kleinen, von den Mitgliedern selbst errichteten Halle entstanden im Laufe der Jahre drei Flugzeughallen sowie ein Tower, eine Werkstatt und ein Clubraum. Auch die erste Schleppwinde und später eine Doppeltrommelwinde entstanden im Eigenbau. In der Vereinswerkstatt bauten die Mitglieder außerdem einen Segelflieger vom Typ L-Spatz 55. Der erste reguläre Neukauf war 1957 eine Rhönlerche II für die Schulung. Später wurde der Flugzeugbestand unter anderem um Ka 7, Ka 6, Blanik, Nimbus, Astir, G 109 B und verschiedene Motorflugzeuge erweitert.
1958 wurde die Westerwald-Flug GmbH gegründet, um den Flugbetrieb professionell zu organisieren. Eine zentrale Aufgabe des Vereins war und ist die Ausbildung: Fluglehrer und viele für die Wartung verantwortliche Mitglieder arbeiteten ehrenamtlich. Die Vereinsmitglieder beteiligten sich mit Arbeitsstunden am Ausbau und Erhalt des Platzes, wodurch die Kosten des Flugsports vergleichsweise niedrig gehalten werden konnten.
Ende 1991 verzeichnete der Verein laut Jubiläumsheft von Klaus Weiß 41 aktive Mitglieder im Segelflug, 35 im Motorsegelflug und 30 im Motorflug. Diese Zahlen sind eine historische Momentaufnahme und beschreiben nicht den heutigen Mitgliederstand. Auch sportliche Erfolge gehörten zur zivilen Geschichte: 1986 wurde das Vereinsmitglied Burkhard Stenschke Deutscher Juniorenmeister im Streckensegelflug.
Ein wichtiger Meilenstein der demokratischen Nachkriegsgeschichte: Zwischen 1959 und 1962 lehnte die Gemeinde Breitscheid mehrfache Gesuche der neugegründeten Bundeswehr ab, den Platz erneut als militärische Luftwaffenbasis zu nutzen. Seit den frühen 1960er-Jahren machten große Flugtage den Platz über die Region hinaus bekannt. Die Einnahmen wurden für Nachwuchsförderung, Fluggerät und den Erhalt des Flugplatzes eingesetzt.
Die eigentliche Erfolgsgeschichte der Hub liegt in ihrer Umwandlung: Aus einem für den Krieg geschaffenen Gelände wurde ein friedlich genutzter Ort für Ausbildung, Sport, Technik, Gemeinschaft und internationale Begegnungen. Die militärische Vergangenheit erklärt die Entstehung des Platzes. Seine zivile Entwicklung zeigt dagegen, was er heute für die Region bedeutet.
Flugzeug-Meilensteine
Stand: Ende 1991, gemäß dem Jubiläumsheft von Klaus Weiß. Keine Darstellung des heutigen Bestands.
Grunau Baby III
Symbol des Neuanfangs
Rhönlerche II
Erstes gekauftes Schulflugzeug
Ka 7
Ausbildung im Doppelsitzer
L-Spatz 55
Weiterer Eigenbau
G 109 B „Stadt Haiger“
Motorsegelflug
Cessna 182
Erweiterung des Motorflugs
Menschen statt nur Maschinen
Porträts auf Grundlage des Jubiläumsheftes von Klaus Weiß; die Angaben entsprechen dem damaligen Stand.
Gründer, Werkstattleiter und Ausbildungsleiter
Am Bau des ersten Segelflugzeugs beteiligt
Gründungsmitglied und langjähriger Motor- und Segelflieger
Fluglehrer und ältester aktiver Pilot zur Zeit des Jubiläumsheftes
Gegenwart
Der Verkehrslandeplatz EDGB ist ein wesentlicher wirtschaftlicher Motor und ein touristisches Highlight im Westerwald.
Verkehrslandeplatz EDGB im Bereich der RMZ Siegerland mit modern ausgerüstetem Info-Tower zur Unterstützung eines sicheren Flugbetriebs auf 559 m ü. MSL.
Die Start- und Landebahn hat eine Gesamtlänge von 1.002 m; davon sind 785 m auf einer Breite von 15 m asphaltiert.
Ganzjähriger Flugbetrieb für Motorflug, Segelflug, Fallschirmsport, Pilotenausbildung und weitere zivile Luftfahrtaktivitäten.
Standort der Gomolzig Flugzeug- und Maschinenbau GmbH, des Restaurants „Food Hangar“ sowie des Boardinghouse Breitscheid.
Zertifiziertes Nordic-Walking-Zentrum und direktes Ausflugsziel mit unmittelbarem Einstieg in den bekannten Premium-Wanderweg Rothaarsteig.
Austragungsort der international bekannten JetPower-Fachmesse sowie weiterer Flugtage und Veranstaltungen.
Die Geschichte des Flugplatzes Breitscheid dokumentiert den Wandel von einem Instrument des Krieges zu einem friedlichen Ort der Völkerverständigung und des Flugsports.
Die Erinnerung an die Besatzung der „Magnificent Obsession“ wird bis heute gewahrt: Das restaurierte Originalfahrwerksbein des Bombers ist als Exponat im Heimatmuseum Herborn ausgestellt.
Heute präsentiert sich der Flugplatz auf der Hub als lebendige, rein zivile Einrichtung, deren Fortbestand maßgeblich auf dem ehrenamtlichen Engagement der Luftsportgruppe Breitscheid-Haiger e.V. beruht.
Wer die Geschichte der B-17G anschaulich nachvollziehen möchte, findet dort Fundstücke und restaurierte Wrackteile.
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Militärische Geschichte und Kriegsfolgen einerseits – ziviler Aufbau und Vereinsleben andererseits.
Willkommen am Flugplatz
Wer heute nach Breitscheid kommt, erlebt ein offenes, lebendiges und friedliches Vereinsumfeld sowie einen modernen Verkehrslandeplatz. Die bewegte Geschichte erklärt diesen besonderen Ort – sie überschattet ihn nicht mehr.
Archivierte Quellenbasis
Diese historische Ausarbeitung stützt sich auf die Ortschronik von Breitscheid, Berichte von Bürgermeister Robert Bechtum und Walter Bechtum, alliierte Primärdokumente (u. a. Missing Air Crew Report MACR 12947) sowie Recherchen und Veröffentlichungen von Gerhard Lingenberg, Ulrich Thielmann, Manfred Thielmann († 24. April 2026) und Mario Isack. Die Geschichte der B-17 ist zudem in „Der Luftkrieg im Dillgebiet“ von Rainer Klug dokumentiert, herausgegeben vom Geschichtsverein Herborn e.V., Ausgabe 2006. Für die zivile Pionier- und Vereinsgeschichte ist das Jubiläumsheft von Klaus Weiß eine zentrale Quelle; Angaben zu Mitgliedern, Flotte und Funktionen einzelner Personen beziehen sich insbesondere auf den Stand Ende 1991 und sind keine Darstellung der heutigen Verhältnisse.
Wesentliches historisches Fundament dieser Darstellung ist die 2010 erschienene Dokumentation „Die Geschichte des Breitscheider Flugplatzes. Ehemaliger Einsatzhafen der Wehrmacht und heutiger Verkehrslandeplatz“ von Ulrich Thielmann, Manfred Thielmann (†) und Mario Isack, herausgegeben von der Schreibwerkstatt SCHRIFT:gut, ISBN 978-3-9813391-3-0.
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